Sandwich-Reparatur:

So funktioniert es!

Eine kleine Unachtsamkeit beim Rangieren im Winterlager und schon ist es passiert.
Ein Loch in der Wohnwagenwand.

Das Aluminiumblech der Außenhülle ist durchstoßen und müsste nach der klassischen Reparaturmethode komplett ausgetauscht werden.
Unsere Reparaturmethode erlaubt ein Ausbessern von Schrammen und Dellen in der Strukturoberfläche.

Die Schadstelle wird geschliffen und vertieft um dem Reparaturmaterial einen optimalen Halt zu bieten.

Ein Loch im Blech der Bordwand wird mit einem wasserdichten Füllstoff verschlossen. Auf diese Weise wird nachhaltig das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert.

Die Vertiefung wird nun mit einer speziellen Spachtelmasse für Aluminium aufgefüllt. Diese Füllmasse hat die gleichen Dehneigenschaften und Flexibilität wie das Wohnwagenblech, wodurch ein Reißen oder Abplatzen verhindert wird. Dabei wird nur fast das Niveau der unbeschädigten Oberfläche erreicht um etwas Raum für die Rekonstruktion der Oberflächenstruktur zu behalten.

Nun geht es an die Wiederherstellung der Struktur.
Das Blech der Wohnwagen oder Wohnmobile wird mit einem Walzverfahren hergestellt. Das bedeutet, dass eine Walze mit einer Strukturoberfläche über das Alublech gerollt wird um es in Form zu bringen. Daraus ergibt sich eine ständige Wiederholung der Strukturmuster. Diesen Umstand können wir nutzen, um einen originalgetreuen Formabdruck für die Schadstelle zu erhalten.
Im Bild sind die Strukturmuster markiert, an denen sich erkennen lässt, wo sich das Walzmuster wiederholt.

Die Struktur der Schadstelle wird auf dem unbeschädigten Teil der Außenhaut gesucht und gefunden. Es werden transparente Hilfsgeräte angebracht, die wir per Unterdruck an der Wohnwagenwand festsaugen. Durch ein Loch in der Hilfsplatte wird ein flüssiger, grüner Kunststoff gespritzt, der die Unebenheiten der Oberfläche annimmt. Es entsteht eine fast kreisförmige, gummiartige Negativform der Struktur.

Die Hilfsgeräte werden nun zusammen mit der daran haftenden Negativform über der Schadstelle angebracht. Dabei wird der grüne gummiartige Abdruck exakt so positioniert, dass er genau auf die Originalstruktur passt.
Nun wird ein flüssiger Füllstoff durch das Loch in der Hilfsplatte und durch die Gummiform gespritzt. Dieser Flüssigkunststoff füllt den Raum zwischen der Spachtelmasse und der Strukturform und wird hart.

Als Ergebnis ist das Loch verschwunden. Die graue Füllmasse hat die gleiche Struktur wie das Originalblech. Die neue Oberfläche wird als Lackiervorbereitung nun angeschliffen.

Die Reparaturstelle wurde nun grundiert. Man kann die Struktur erkennen

Der reparierte Bereich wurde anschließend in der Grundfarbe des Wohnwagens lackiert.

Nach der abschließenden Lackierung der Dekorstreifen ist der einstige Schaden nahezu unsichtbar.

Hier noch einmal der Aufbau der Reparatur.

Links sieht man das Loch in der Aluschicht.

Im mittleren Bild ist das Loch abgedichtet und mit Spachtelmasse gefüllt.

Rechts wird das Füllmaterial in den Hohlraum zwischen Loch und Strukturform gespritzt.

Mit dieser Technik sind wir in der Lage die meisten Oberflächenschäden zu beseitigen.
Zu der Machbarkeit und den Kosten eines Schadens an Ihrem Caravan oder Wohnmobil lassen Sie sich bitte individuell von uns beraten.